Agrarhistorisches Museum Emmelshausen

Alte Schmiede (Foto: Manfred Schreiber)

⇒ Agrarhistorisches Museum Emmelshausen
Rhein-Mosel-Str. 9-11 – 56281 Emmelshausen

 Eigentlich müsste das Agrarhistorische Museum Emmelshausen landesweit in aller Munde sein. Was der Besucher im Areal in der Oberstadt alles zu Gesicht bekommt hat es in sich. Leider ist dem nicht so!
Es passiert z.B. schon sehr oft, dass angegebene Besuchszeiten nicht wahrnehmbar sind, weil niemand vor Ort ist

 

    Bildergalerie vom Museumsfest 2014

⇒  Artikel der Rhein-Zeitung (Wolfgang Wendling, RZ)

Ein Museum wie das Agrarhistorische vor Ort zu haben, das hat auch etwas mit regionaler Identifizierung zu tun. Um zu erreichen, dass die Emmelshausener das Agrarhistorische Museum demnächst noch stärker als „ihr Museum“ sehen werden, waren die Museumsscheune und die Neukonzeptionalisierung, inhaltlich wie äußerlich, notwendig. Einheimische sowie die jährlich stetig wachsende Anzahl an Touristen finden im Oberdorf demnächst ein offenes wie freundliches Museumsgelände und in der neuen Museumsscheune interessante Ausstellungen in einmaliger und exemplarischer Architektur.

Stetig schreiten die Bauarbeiten auf dem Gelände des Agrarhistorischen Museums voran. Die Museumsscheune ist fertig, die Sammlung landwirtschaftlicher Geräte und Werkzeuge ist in dem hochmodernen Fachwerkbau neu arrangiert.

Doch bis die ersten Bauarbeiten beginnen konnten, war es ein langer Weg. Die größte Hürde war die Finanzierung des Projekts, die der Museumsverein allein nicht stemmen konnte.

Nachdem die Stadt Emmelshausen im November 2007 das Gelände zwischen Museum Forsthaus und den alten Hallen des Landesbetriebs Liegenschaften und Baubetreuung (LBB) aufkaufte, wurde die Idee, das gesamte Arenal umzugestalten und das Museumskonzept zu überarbeiten konkret. Mithilfe externer Experten begann man, den Ist-Zustand zu analysieren und schnell stand fest: Das Agrarhistorische Museum bietet viel Potential, daraus müsse zukünftig mehr geschöpft werden.

Eine neue Ausstellungshalle sollte die alten, baufälligen ersetzen. Und zwar nicht einfach zweckmäßig, sondern darüber hinaus mit überregionalem Modellcharakter. „Ein Gebäude, in dem Innovation und Tradition aufeinandertreffen,“ beschreibt der beauftragte Planer Friedrich Hachenberg die neue Museumsscheune. Schließlich wurde der Antrag auf Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) genehmigt. Mit 200.000 Euro unterstützt das rheinland-pfälzische Umweltministerium das 400.000 Euro teure Projekt. Die Verbandsgemeinde Emmelshausen beteiligte sich mit 25.000 Euro, 175.000 Euro wurden von der Stadt aufgebracht. Er-möglicht wurde die Scheune auch durch die fachliche Begleitung des Landesbetriebs Holz Rheinland-Pfalz e.V. Nicht nur die involvierten Firmen kommen aus der Region, auch das Baumaterial.

„Wir haben bewusst auf den Baustoff Holz aus dem Emmelshausener Stadtwald gesetzt,“ erklärt Bauamtsleiter Jürgen Schneider. Das Planungsbüro Stadt-Land-Plus und die Firma Harald Neubauer aus Dörth entwickelten den 340 Quadratmeter großen zweistöckigen Bau. Dass sich Fachwerk und moderne Holzbautechnik nicht widersprechen, wird bei dieser hellen und weiträumigen Scheune sichtbar. Gleichzeitig verbindet sie  das historische Gelände mit dem neuen Wohngebiet, das unmittelbar hinter dem Museum, zwischen Ostring und Römerstraße, entsteht. Um das neue Wohngebiet von der Hauptverkehrsachse erschließen zu können, wurden die ohnehin maroden Hallen abgerissen.

Ein Museum wie das Agrarhistorische vor Ort zu haben, das hat auch etwas mit regionaler Identifizierung zu tun. Um zu erreichen, dass die Emmelshausener das Agrarhistorische Museum demnächst noch stärker als „ihr Museum“ sehen werden, waren die Museumsscheune und die Neukonzeptionalisierung, inhaltlich wie äußerlich, notwendig. Einheimische sowie die jährlich stetig wachsende Anzahl an Touristen finden im Oberdorf demnächst ein offenes wie freundliches Museumsgelände und in der neuen Museumsscheune interessante Ausstellungen in einmaliger und exemplarischer Architektur.

 

In einem passenden Rahmen präsentiert das Agrarhistorische Museum seine Ausstellung zum Leben und Arbeiten in der Landwirtschaft. In einem wiederaufgebauten und restaurierten Hunsrücker Bauernhaus (Siehe unten) aus dem Jahre 1660 dokumentieren zahlreiche landwirtschaftliche Arbeitsgeräte die Entwicklung der landwirtschaftlichen Arbeitsmethoden von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Im Wohnbereich des Bauernhauses vermittelt eine Küche von der Jahrhundertwende sowie eine Spinnstube einen Einblick in den Alltag der Bauern.

Hunsrücker Bauerhaus aus Buchholz umgesiedelt Foto: Kurt Seus (Killy)

In einem weiteren Gebäude stellt das Museum traditionelle Handwerke wie Besenbinden, Korbflechten, Schusterei oder Stellmacherei vor. An das Haus grenzen ein Lehrbienenstand und ein Heilkräutergarten. Eine alte Dorfschmiede und ein Backhaus aus der Umgebung ergänzen das Museumsareal.

 

 

 

⇒  Museumsfest von 2014

 

Weihnachtsmarkt 2016

 

weihnachtskonzert

Weihnachtsmarkt Emmelshausen 2016 – kleines Konzert vom Musikverein Emmelshausen am agrarhistorischen Museum Emmelshausen

 

 

  • Alte Dorfschmiede:

    In der komplett eingerichteten und intakten Schmiede können unsere Besucher an Sonderöffnungen die Kunst des Schmiedehandwerks bestaunen. Es werden Hufeisen und Nägel geschmiedet, Pferde beschlagen und vielen mehr.

  • Backhaus:

    Im alten „Ehrer“ Backes wird zu Sonderöffnungen heute noch nach alten Rezepten Brot gebacken.

  • Bienenzucht:

    Ein Lehrbienenstand mit Schaukasten und einer intakten Bienenzucht zeigt das Arbeiten des Imkers.

  • Historisches Spielzeug:

    An der Puppenausstellung erfreut sich nicht nur jedes Kind, sie weckt auch viele Erinnerungen bei den älteren Generationen.

    Geht zur Objekten aus der Sammlung Historisches Spielzeug von Agrarhistorisches Museum Emmelshausen Objekte zeigen

  • Landwirtschaftliche Arbeitsgeräte:

    Der Übergang von landwirtschaftlichen Handgeräten zu landwirtschaftlichen Maschinen in der Landtechnik hat das Gesicht der deutschen Landwirschaft so gründlich verwandelt, dass sich die junge Generation nicht mehr vorstellen kann, wie ihre Großväter und Urgroßväter gelebt, gewirtschaftet und gearbeitet haben.

    Die landwirtschaftliche Handgerätesammlung soll einen Einblick in die Entwicklung der Landwirtschaft vor der Wende zum Maschinenzeitalter und die Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitsweise der damals in der Landwirtschaft tätigen Menschen geben. Die Bedeutung der Handgerätesammlund aus kultureller Sicht, ihre Herkunft, Entwicklung und Zielsetzung ist ausführlich in Band I der „“Hünsrücker Blätter““ beschrieben.

    Bis in die fünfziger Jahre wurde die Landarbeit in erster Linie mit Handgeräten verrichtet, bevor die Feldarbeit durch den Einsatz von gespann- oder schleppergezogenen Landmaschinen stark erleichtert wurde.

    Handarbeitsgeräte haben jedoch nie an Bedeutung verloren, da sie als verlängerter Arm dem Menschen auch heute noch die Arbeit stark erleichtern, verbessern und auch beschleunigen.

  • Stellmacher, Metzger, Milchbauer: 

    In der kleinen Stellmacherei mit Werkstatt wird den Besuchern die Arbeit des „“Stellmachers““ näher gebracht.

    Die Ausstellung „“Milchbauer““ zeigt die Arbeit des Milchbauern inkl. der Milcherzeugnisherstellung.

    Die Ausstellung des Metzgerberufs gibt einen kleinen Einblick, wie es früher gemacht wurde.

 

Objekte:

Öffnungszeiten (Ostern bis Allerheiligen)
sonn- und feiertags: 14.00 – 17.00 Uhr
Gruppen auf Anfrage

Eintrittspreise: 3 €
Kinder bis 6 Jahre: frei
Schulklassen, Kindergartengruppen: pauschal 20 €