Ist der Waffenlieferant auch verantwortlich ?

Die Lage am Dienstag – Waffenlieferungen an die Türkei

vor mehr als zweieinhalb Jahren erzählte Angela Merkel auf einer Veranstaltung der sächsischen CDU, dass der Jungenname „Milan“ derzeit in kurdischen Gebieten hoch im Kurs stehe. Die Bundesregierung hatte zuvor entschieden, die kurdischen Peschmerga im Kampf gegen den IS mit der gleichnamigen Rakete auszustatten. Die Kurden seien „ganz entzückt“ von der Wirkung der Waffe, berichtete die Kanzlerin vergnügt.

Ich musste an die Rede in Schkeuditz denken, als ich Meldungen las, dass die türkische Armee mit deutschen Leopard-Panzern gegen kurdische Milizen   vorgeht. Schießen die Kurden bald mit deutschen Raketen auf Panzer des Nato-Partners Türkei? Noch ist kein solcher Fall bekannt. Und ich halte es nach wie vor für richtig, dass Deutschland die Peschmerga unterstützt hat. Aber klar ist nun auch: Wer Waffen liefert, kann sich mit den besten Absichten schuldig machen.

Ist das bei einem „NATO-Partner nicht so schlimm?
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Ein Kommentar von René Pfister, Leiter Hauptstadtbüro DER SPIEGEL  06:16 Uhr 23.01.18

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